Bei Kindern mit Down-Syndrom frühzeitig Hörvermögen testen
Bei Kindern mit Down-Syndrom ist häufig auch das Gehör geschädigt. Um die Betroffene bestmöglich behandeln und fördern zu können, sei es wichtig, eventuelle Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen, sagt die Vizepräsidentin des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte, Ellen Lundershausen. "Am besten geeignet ist hier das Neugeborenen-Hörscreening, welches in den ersten vier Tagen nach der Geburt durchgeführt werden sollte", erklärt die Medizinerin. Wenn diese Untersuchung verpasst werde, sollte der Hörtest baldmöglichst nachgeholt werden.
Außerdem sei es ratsam, ein Mal im Jahr das Gehör überprüfen zu lassen - auch bei Erwachsenen mit Down-Syndrom. Drei Viertel der Kinder mit Down-Syndrom leiden nach Angaben der Expertin unter einer leichten oder mittelgradigen Schwerhörigkeit, die häufig erst im Schulalter entdeckt wird. "Eine mögliche Hörschädigung muss bei der Sprachförderung aber immer mit bedacht und überprüft werden, weil das schlechtere Hören für die kindliche Entwicklung eine zusätzlich erschwerende Bedingung darstellt", betont Lundershausen.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Quelle: DAPD
|