Kennen Sie das? Zuhause häufen sich die Wäscheberge. Der Haushalt schreit nach Ordnung. Doch wenn die Kinder endlich schlafen, setzen Sie sich an die Arbeit, die Sie am Vortag vom Büro mit nach Hause genommen haben. Am nächsten morgen Frühstück, anziehen und raus. Von wegen: Das Kind will nicht in den Kindergarten, der Vater hat einen Termin und ist schon längst außer Haus. Die Zeit drängt, Sie sind gestresst, denn Sie kommen mal wieder zu spät zur Arbeit. Und dann zitiert Sie auch noch der Chef zu sich und liest Ihnen ordentlich die Leviten. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten sitzen Sie natürlich am kürzeren Hebel. Einen eskalierenden Streit mit dem Vorgesetzten können Sie sich nicht leisten. Was also tun? Klein bei geben? Folgende Wege helfen Ihnen, eine Diskussion mit dem Chef durchzustehen ohne sich dabei runterputzen zu lassen:
Ihr Chef ist cholerisch: Sie kennen Ihren Chef und wissen, dass er manchmal ganz schön "ausrasten" kann? Dann stellen Sie sich darauf ein. Seien Sie vorbereitet und überlegen Sie sich, was Sie tun können, wenn er nicht so reagiert, wie Sie es möchten.
Zeigen Sie keine Demut: Besonders Frauen verlieren bei Diskussionen mit dem Chef schnell ihr Selbstvertrauen und machen sich kleiner, als sie sind. Das hat Unternehmensberaterin Christine Weiner aus Mannheim schon des Öfteren beobachtet. Überlegen Sie sich, wie Sie sich bei einer Diskussion mit Ihrem Vorgesetzten verhalten! Lächeln Sie schnell und legen Sie sogar unbewusst den Kopf schief? Diese unmissverständlichen Demutsgesten tragen schnell dazu bei, dass man an Respekt verliert, sagt Weiner, die gleichzeitig als Coach arbeitet. Aus Erfahrung weiß sie, wer seine Körperhaltung entsprechend ändere, werde sofort als stärker wahrgenommen.
Nehmen Sie berechtigte Kritik an: Machen Sie sich darüber Gedanken, ob die Vorwürfe Ihres Chefs berechtigt sind. In dem Fall sollten Sie nichts dagegen halten und die Kritik akzeptieren. Sie sollten ihrem Vorgesetzten in dem Punkt Recht geben und darauf hinweisen, wie Sie sich sonst anders Verhalten. Selbstkritik ist eine Fähigkeit, die im Kommunikationsverhalten äußerst wichtig ist. Gestehen Sie sich Fehler ein und entschuldigen Sie sich dafür.
Hinterfragen Sie unberechtigte Kritik: Fragen Sie sachlich nach, wenn die Kritik Ihres Vorgesetzen aus der Luft gegriffen ist. Klingen die Vorwürfe eher nach Verallgemeinerungen, sollten Sie Ihren Chef korrigieren und sich genaue Anhaltspunkte für Ihr vermeidliches Fehlverhalten geben lassen.
Nehmen Sie laute und unfaire Kritik nicht hin: Ist Ihr Chef schlecht gelaunt und vergreift sich im Ton, behaupten Sie sich selbst. Zeigen Sie ihrem Vorgesetzten, dass er so nicht mit Ihnen umgehen kann. Sie sollten Acht geben, dass Sie dabei selbst nicht attackierend werden.
Bleiben Sie immer sachlich: Wird das Gespräch dennoch unangenehm, sollten Sie ihren Vorgesetzten ausdrücklich darum bitten, fair zu bleiben. Dabei sollten Sie stets darum bemüht sein, Ruhe und Sachlichkeit auszustrahlen. Denn dann besteht auch die Möglichkeit, dass sich Ihr Gegenüber beruhigt. Im Notfall vertagen Sie das Gespräch auf ein andermal.
AÞF
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